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Hüpferlinge - "Cyclops"

HüpferlingWenn Aquarianer von "Cyclops" sprechen, meinen sie meist allgemein Ruderfußkrebse (Copepoda), auch Hüpferlinge genannt. Es gibt viele verschiedene Gattungen, außer Cyclops z.B. noch Eucyclops, Paracyclops, Diaptomus.

Hüpferlinge werden je nach Art bis 3,5 mm (in der Praxis meist <2 mm) lang und sind leicht an ihrer ruckartigen, hüpfenden Fortbewegung zu erkennen.

Blick ins Netz: alles voller CylclopsDie Weibchen tragen am Hinterende des Körpers zwei Eipakete (siehe Zeichnung). Die daraus schlüpfenden Nauplius-Larven erreichen erst durch mehrere Häutungen die endgültige Gestalt.

Das Vorkommen erstreckt sich über fast alle stehenden und langsam fließenden Gewässer, wobei gerade in Teichen und Seen oft sehr große Populationen vorkommen (siehe: Das Tümpeljahr in Bildern) und während des ganzen Jahres gefangen werden können. Auch unter einer geschlossenen Eisdecke lohnt sich der Fang!

Hüpferlinge stellen ein hervorragendes Futter für kleinere Aquarienfische dar. Die Kleinkrebse sind ständig in Bewegung und unsere Fische müssen sich ihr Futter erarbeiten.

Prof. Bremer bezeichnet die chemische Analyse von Ruderfußkrebsen als bedarfsdeckend, wobei die eingelagerten Öle im Fettkörper ihren Teil dazu beitragen. Bei kleinen Jungfischen bzw. Fischbrut ist jedoch Vorsicht geboten, da einige Hüpferlingsarten parasitisch leben und sich an Jungfischen vergreifen und stark schädigen können.


Literaturnachweis:

  • BELLMANN, HEIKO (1988): Leben in Bach und Teich
  • BREMER, H: (1997): Aquarienfische gesund ernähren
  • ENGELHARDT, WOLFGANG (1967): Was lebt in Tümpel Bach und Weiher
  • STREBLE, H. / KRAUTER, D. (2002): Das Leben im Wassertropfen

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