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Schädlinge in Futterzuchten

Gelegentlich kommt es vor, dass unsere Futterzuchten Besuch von ungebetenen Gästen bekommen. In der nachfolgenden Tabelle gehe ich auf häufige Schädlinge ein, wie man mit einem Befall der Zuchten umgeht bzw. den Schaden in Grenzen halten kann.


In welchen Zuchten muß ich mit welchen "Schädlingen" rechnen?


Enchyträen:

Enchyträenkisten werden häufig von Milben oder kleinen Fliegen (Größe: Ca. 1-2 mm) "befallen".

Milben treten bei zu reichlicher Fütterung auf (die Enchyträen fressen das angebotene Futter nicht schnell genug auf oder lehnen es ab). Hier reicht es häufig, wenn man weniger Futter auf einmal gibt, dafür jedoch häufiger füttert und Kellerasseln in die Kisten einsetzt.

Schwarze FliegeFliegen/Mücken: Es kann sich hierbei um harmlose Trauermücken handeln; allerdings wird auch von Schlupfwespen berichtet (Friederich/Volland). Letztere sollen besonders in schwach mit Würmern durchsetzen Kulturen starke Schäden verursachen. Ich muß hier ganz ehrlich sagen: Am liebsten sind mir Zuchten ohne "Fliegen" und dergleichen (ausgenommen Kellerasseln: Diese sind erwünscht!). Bei geringem Befall reicht es, die einzelnen "Fliegen" mit den Fingern zu zerquetschen. Bei massiven Auftreten soll auf den Deckel gestrichener Baumleim (D. Ott, mündl. Mitteilung) bei der Bekämpfung helfen, ich selbst habe es aber noch nie probiert und sehe an dieser Methode auch die Gefahr, dass die nützlichen Kellerasseln daran festkleben.

Was noch vorkommt: Sporadisch konnte ich eine starke Vermehrung von Springschwänzen (Collembolen) in einzelnen Enchyträenkisten beobachten. Springschwänze sind kleine längliche Urinsekten, die oft nur eine Länge von 1-2 mm erreichen. Hierzu gibt es im Internet Spezialseiten, die über eine beliebige Suchmaschinene leicht zu finden sind. Bei massenhaften Auftreten kann man sie auch an kleinere Fische verfüttern. Springschwänze zählen für uns nicht zu den Schädlingen!

 

Fruchtfliegen:

Auch hier können Milben auftreten. Nicht schön, aber auch nicht schlimm: Ich konnte bisher keine negativen Auswirkungen auf die Zuchten beobachten. Um einen Milbenbefall vorzubeugen ist wichtig, dass alte verbrauchte Gläser rechtzeitig entsorgt bzw. gereinigt werden, da sich diese zu wahren "Milbenschleudern" entwickeln können. Auch soll es helfen, die "Droso"-Gläser in eine flache, wassergefüllte (1 cm) Schale/Wanne zu stellen, damit Milben erst gar nicht in die Gläser kommen können.

 

Mikrowürmchen:

MilbenBei älteren Ansätzen ist mit einem Milbenbefall zu rechnen. Die Milben sehen aus wie klitzekleine Kügelchen und sitzen am Deckel bzw. an den Seitenwänden des Kulturgefäßes. Direkte negative Auswirkungen auf die Zucht konnte ich bisher nicht ausmachen (Zusammenbruch der Kultur), da die Milben nicht den Brei besiedeln. Jedoch werden die Mikros vom Rand verdrängt.

Wenn verstärkt Milben auftreten, ist die Kultur meist eh erschöpft und muß neu angesetzt werden. Bei Neuansätzen achte ich darauf, Würmchen mit Brei nur aus der Dosenmitte zu entnehmen.

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