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Wiesenplankton und sonstige "Futtertiere"

Der Fang von Wiesenplankton (Käfer, Mücken, Falter, usw. - eben alles was auf Wiesen und Feldern zu finden ist), wird hauptsächlich in der Terraristik praktiziert. Für uns Aquarianer ist nicht der Fang das Problem (ein Kescher mit langem Netzbeutel), sondern das Verfüttern der gefangenen Futtertiere: Wer hat schon eine dicht schließende Abdeckung auf seinem Aquarium.

Die Tiere, die ich an meine Fische verfüttere, sind meist Einzelexemplare aus Haus und Garten, die bei spontaner Verfügbarkeit ins Aquarium wandern. Eine kleine Bereicherung des Speiseplans für meine Fische sind sie aber allemal.

Erst beim Fotografieren (Mitte August 2004) auf einer Wiese hinter unserem Haus wurde mir so richtig klar, wie viele Insekten pro Quadratmeter vorkommen. Eigentlich schade, dass wir diese reichhaltige Futterquelle nicht intensiver nutzen.



Kohlschnake Kohlschnaken

Vorkommen: Häufig auf Wiesen und an Hecken

In der Landwirtschaft werden die bis 40 mm langen Schnaken als Schädlinge bekämpft, für entsprechend „große“ Aquarienfische sind sie ein geeignetes Zusatzfutter, da sie einen sehr weichen Körper besitzen.

Aufgrund ihrer Trägheit sind sie auch ohne Kescher leicht zu fangen. Manchmal werden Tiere erbeutet, die den Hinterleib voller schwarzer Eier haben (diese werden auch von kleinen Fischen gerne gefressen)

Foto Fliege Stuben-, Fleisch- und Schmeißfliegen

Vorkommen: ganzjährig und überall häufig.

Zumindest in unserer ländlichen Gegend lassen sich besonders im Sommer leicht Fliegen fangen: Mittag- oder auch Abendessen im Freien serviert, ziehen Fliegen magisch an. Mit etwas Glück kann ich innerhalb kurzer Zeit mehrere Dutzend Fliegen fangen (eine Fliegenklatsche macht sich dabei sehr schnell bezahlt :-))

Kuh- und Schweineställe bieten eine weitere Fundgrube für "Stallfliegen" (diese werden nach meiner Erfahrung jedoch nicht so gierig gefressen wie Fliegen aus Gastwirtschaften oder vom Kaffeetisch – aber wen wundert das).

Schmeißfliegen haben, mit etwas Glück, ihren Hinterleib voller kleiner, weißer Eier, die, wie bei Kohlschnaken, sehr gierig gefressen werden.

Foto Heupferd Grashüpfer/Heuschrecken

Vorkommen: Im Sommer bis in den Herbst sehr häufig und in hoher Dichte auf Wiesen und abgemähten Feldern zu fangen.

Je nach Größe der zu versorgenden Fische sind auch Heuschrecken ein geeignetes Futter. Problematisch sind für manche Fische jedoch die ziemlich harten Sprungbeine. Wer hier bedenken hat, sollte die Heuschrecken vorher abtöten und die Sprungbeine entfernen.

Foto Zitterspinne Zitterspinnen

Vorkommen: Wenn in unserer Wohnung Spinnen vorkommen, dann handelt es sich fast ausschließlich um Zitterspinnen. Man erkennt sie leicht an ihren langen Beinen und dem zweigeteilten Körper. Bei Gefahr "zittert" der gesamte Körper – eine Eigenart, der sie ihren deutschen Namen verdanken.

Schon alleine wegen meiner Frau müssen alle Spinnen aus dem Haus bzw. ins Aquarium. Man kann sie leicht mit der Hand fangen. Im Gegensatz zu kleineren Spinnen bewegen sie sich kaum in der geschlossenen Hand und erzeugen durch ihre langen Beine nicht das für manche Menschen unangenehme "Kribbeln" in der Hand.

Auch kleinere Fische fressen die Spinnen, wenn auch ohne Beine (das "Beinproblem" erledigen die Fische selbst). Liegen die Spinnen auf der Wasseroberfläche, sind sie durch ihre langen Beine den Fischen hilflos ausgeliefert, die Fluchtgefahr ist somit verschwindend gering.

Foto Kellerassel Kellerasseln

Vorkommen: Kellerasseln findet man fast immer in feuchten Kellern, unter Totholz oder auch unter Steinplatten im Garten.

Ihr Körper ist nicht so hart wie man es beim äußerlichen Betrachten vermuten könnte - Fische entsprechender Größe nehmen sie gerne als Beikost an.

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